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Reisen mit Hund

Dein ultimativer Guide für stressfreie Abenteuer

Reisen mit deinem Hund kann eines der schönsten Erlebnisse überhaupt sein – egal ob Kurztrip oder große Urlaubsreise. Richtig geplant wird es für dich stressfrei und für deinen Vierbeiner angenehm, ganz gleich, ob ihr mit dem Auto, der Bahn, dem Flugzeug oder dem Fahrrad unterwegs seid.

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen oder beide meine Hunde mit auf Reisen nehmen kann. Meine Hunde sind von klein auf daran gewöhnt worden und wenn ich es als nicht zu stressig für sie empfinde, dann kommen sie mit. Ich habe euch meine Erfahrungen zu den einzelnen Transportmitteln unten aufgeführt.

1. Vorbereitung ist alles: Checkliste für den Hundeurlaub

Bevor es losgeht, solltest du diese Punkte abhaken:

📄 Dokumente & Gesundheit

  • EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung (bei Reisen innerhalb Europas)
  • Check beim Tierarzt: Impfungen, Parasitenprophylaxe, Gesundheitscheck
  • Microchip/ID am Halsband
  • Eventuell Auslandskranken­/Haftpflichtversicherung

🎒 Packliste für deinen Vierbeiner

  • Futter & Wasser + tragbare Schüssel
  • Lieblingsdecke/Spielzeug oder Kauartikel zur Beruhigung
  • Erste-Hilfe-Set inklusive Zeckenzange 
  • Kotbeutel, Handtuch

 


✈️ Fliegen mit Hund – Darauf kommt es an

Flugreisen müssen gut geplant sein:

  • Anmeldung des Hundes direkt bei der Buchung
  • Kleine Hunde bis ca. 8 kg meist in der Kabine erlaubt
  • Größere Hunde reisen im Frachtraum in stabiler Box

 

⚠️ Achtung: Nicht alle Rassen sind für Flugreisen geeignet – vor allem kurzköpfige Hunde können Probleme haben.

Meine Lefi ist bereits einige Male mit mir geflogen. Vorab habe ich sie natürlich an die Transporttasche gewöhnt. In die Transporttasche kann Lefi von alleine reingehen und ich kann sie zusätzlich auch oben öffnen. Lefi fühlt sich dort sehr wohl und ein weiterer Vorteil ist, dass die Tasche leicht ist.

 

Wir sind bisher mit Lufthansa oder SWISS geflogen, da ich die Regelungen für Hunde dort sehr gut finde. Bis 8kg Gewicht sind erlaubt (Hund & Tasche). Am Flughafen wurden wir immer sehr freundlich behandelt. Der Hund muss vor dem Flug angemeldet werden und beim Check- In der gültige Impfausweis vorgelegt werden. Bei den Sicherheitskontrollen wurde mir jedes mal geholfen von dem Personal. Sie haben mir Lefi abgenommen und zum Teil gab es sogar Leckerlies.

 

Ich lasse Lefi erst kurz vor Beginn des Boardings in die Tasche einsteigen. Im Flieger wird die Tasche unter den vorderen Sitz geschoben und Lefi bekommt von mir noch etwas zum Kauen. Das Kauen beschäftigt und entspannt sie zusätzlich habe ich die Hoffnung, dass es beim Druckausgleich hilft.

 

Manchmal fängt Lefi an zu Hecheln, ab einer bestimmten Flughöhe, aber das lässt dann auch wieder nach und sie legt sich schlafen.

 

Bei einigen Flügen hat das Flugpersonal erst beim Aussteigen gemerkt, dass Lefi an Board war, da sie ist sehr ruhig und unauffällig ist.

 

 

🚆Bahn & Taxi

Ähnlich wie beim Fliegen musste Lefi beim Bahnfahren in eine Transporttasche um kostenfrei reisen zu dürfen. Das Personal war immer sehr freundlich und ich durfte zum Teil die Tasche auf meinen Schoß stellen und Lefi oben rausschauen lassen.

 

Für größere Hunde muss man meist zahlen und zum Teil einen Maulkorb tragen. Ich würde es sehr empfehlen den Hund vorab an den Maulkorb zu gewöhnen, damit dieser positiv verknüpft ist. Bitte beachtet, dass ein Hund bei Maulschlafen nicht richtig hecheln kann und diese nur für kurze Benutzung gedacht sind.

 

Die Vorschriften der Bahn:

https://www.bahn.de/p/view/angebot/zusatzticket/hunde.shtml

 

Taxi

Ein Hund darf im Taxi mitgenommen werden. Hier dazu ein interessanter Link:

https://www.tz.de/leben/tiere/hunde-taxi-rechtslage-tiere-5037578.html

🚗 Reisen im Auto – Komfort & Sicherheit

Das Auto ist meist die unkomplizierteste Art zu reisen:

  • Gewöhne deinen Hund frühzeitig ans Auto
  • Sorge für eine sichere Fixierung (Geschirr, Box, Gurt)
  • Plane regelmäßige Pausen für Bewegung und Wasserpausen

 

Das Reisen mit dem Hund im Auto ist eine sehr angenehme Transportmöglichkeit, vorrausgesetzt der Hund mag das Autofahren. Meine beiden lieben es und bleiben auch gerne entspannt im Auto, wenn ich mal eine Erledigung machen muss, wo sie nicht mit dürfen. Natürlich nur dann, wenn es ist nicht zu heiß oder kalt ist im Auto. Ich finde es sehr wichtig, den Hund im Auto zu sichern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, der ADAC hat dazu eine sehr gute Übersicht zusammengestellt:

https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/sicher-unterwegs/vierbeiner-an-bord/default.aspx

 

Meine beiden reisen entweder gemeinsam in ihrer Transportbox im Kofferraum oder auf der Rückbank auf dem Sitz, mit einem Sicherheitsgurt der am Geschirr befästigt ist. Ich habe die Hunde vorab zu Hause an die Hundebox gewöhnt. Es gibt verschiedene Hundeboxen, ob Standartboxen aus Plastik oder Alu oder Sonderanfertigungen. Welche passend für euch ist, hängt von den Maßen des Hundes und des Autos ab.

 

Für manche Hunde ist es angenehmer in einer Box transportiert zu werden, wo sie weniger sehen können, dies lässt sie einfacher zur Ruhe kommen und entspannen. In meinen Hundetrainings gibt es öfters den Fall, dass die Hunde anfangen zu fiepen oder zu bellen, wenn der Motor aus ist oder bereits langsam gefahren wird. Auf Autobahnen hingegen verhalten sie sich ruhig. Meist ist die Ursache, dass der Hund gelernt hat, sobald angehalten wird passiert Action (z.B. es geht auf die Hundewiese). Das führt zu einer großen Anspannung und Aufregung. Hinzu kann noch kommen, dass dem Hund meist unbewusst beigebracht wurde, dass je mehr er fiept oder bellt desto schneller wird er aus dem Auto gelassen. Dieses Verhalten wieder abzutrainieren ist schwer und erfodert viel Zeit und Geduld. Ich empfehle euch, mit eurem Hund diese Situationen ruhig und entspannt am besten von Beginn an zu üben. Nur mit ruhigem Verhalten sollte der Hund zum Ziel kommen.

🚆 Öffentliche Verkehrsmittel

Ich habe meine Hunde vom Welpenalter langsam an Bus- und Bahnfahren gewöhnt. Ihr solltet euch vorab über die Richtlinien in eurer Stadt erkundigen. In manchen Städten benötigen Hunde ein Kinderticket oder einen Maulkorb (z.B. Berlin) um mitfahren zu dürfen. Ich kann euch nur von meinen Erfahrungen in Hamburg berichten. Als mein Rüde Milo klein war und ich ihn mit zur Arbeit genommen habe, mussten wir zu den Stoßzeiten fahren. Ich habe das als stressig empfunden. Die Leute waren hektisch und haben nicht darauf geachtet was auf dem Boden war. Milo hat regelmäßig Taschen ins Gesicht bekommen und ich musste aufpassen, dass niemand auf ihn tritt. Meine Lösung für ihn im Welpenalter war eine Tragetasche, die ich entweder auf meinen Schoß gestellt habe oder auf dem Arm hatte. Ansonsten war für uns das Bus- und Bahnfahren unkompliziert. Als er älter war sind wir dann zu den Stoßzeiten auf das Fahrrad umgestiegen.

🚴‍♂️ Andere Transportarten – Fahrrad & Co.

Für mein Fahrrad habe ich mir einen Hundekorb für den Gepäckträger gekauft, aus Bast mit einem Gitter zum Schutz. Den Korb habe ich mit Decken schön gemütlich gemacht. Ich habe meine Hunde bereits zu Hause an den Korb gewöhnt mit Unterstützung von Leckerlies. Als nächstes haben sie den Korb auf dem Fahrrad kennengelernt, aber noch ohne darin gefahren zu werden. Schritt für Schritt, schließlich soll der Korb positiv verknüpft werden. Die ersten Strecken im Fahrradkorb waren sehr kurz und die Dauer haben wir dann langsam gesteigert. Ihr müsst den Korb abhängig von dem Gewicht eures Hundes auswählen und womit ihr und euer Hund sich besser fühlen, ob vorne oder hinten am Fahrrad. Meist haben wir eine Kombination von am Fahrrad laufen und im Fahrradkorb fahren. Wenn meine Hunde sich also müde gelaufen haben, dann können sie im Korb entspannen. Für manche Körbe gibt es zusätzlich einen Regenschutz.

 

Zu den Halterungen am Fahrrad, um den Hund dort laufen zu lassen habe ich keine Erfahrung.

 

Besondere Vorsicht ist geboten, sollte der Hund kräftig sein und auf z.B. Hunde oder Jogger reagieren. Es Bedarf Übung den Hund sicher am Fahrrad mit Leine zu führen. Sicherheit geht vor!


🌴 Ziele & Aktivitäten, die Hunde lieben

Ganz gleich, wohin die Reise geht – viele Orte sind besonders hundefreundlich:

🏖️ Strand & Meer

  • Hundestrände beachten (Leinenpflicht, Saisonzeiten)

🏞️ Berge & Natur

  • Wandern macht Hunden Spaß – sofern sie fit sind und du Pausen einplanst

🌆 Städte & Sightseeing

  • Parks, Spazierwege und hundefreundliche Cafés sind ein Muss

 

➡️ Reiseplanungstipp: Achte bei der Wahl der Unterkunft auf hundefreundliche Hotels, Ferienwohnungen oder Campingplätze. Manchmal ist ein Aufpreis erforderlich. 


✔️ Fazit: Gemeinsame Zeit ist das Wichtigste

Reisen mit deinem Hund kann ein wundervolles Abenteuer sein – vorausgesetzt, du planst gut, nimmst Wohlbefinden und Sicherheit ernst und wählst passende Transportmittel und Reiseziele aus.

Packliste ✔️
Reiseplan ✔️
Gute Laune ✔️
Vier Pfoten an Bord ✔️

 

… dann steht eurem gemeinsamen Urlaubsabenteuer nichts im Weg! 🐾