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Baby & Hund

Wie bereite ich meinen Hund bestens auf das Baby vor?

Für ein entspanntes Zusammenleben

Beispiel aus dem Training (wahre Begebenheit)

Das Telefon klingelte, ich bekam einen verzweifelten Anruf und machte mich direkt auf den Weg zu einem Notfalltraining.

 

An der Haustür wurde ich bellend von einem Jack Russell Terrier empfangen. Die Frau hatte ein schreiendes Neugeborenes auf dem Arm und dem Paar war deutlich anzusehen, dass sie am Ende ihrer Kräfte waren.

 

Wir begannen mit der Anamnese und ich fing an zu beobachten. Der Hund kam während meines Aufenthaltes nicht zur Ruhe, er war die gesamte Zeit extrem angespannt. Das Schreien des Kindes versetze ihn offensichtlich immer wieder in den Jagdmodus.

 

Er war nur mit einer Leine von dem Baby fern zu halten.

Die Eltern berichteten mir, dass beim ersten Aufeinandertreffen von Baby und Hund einen Tag zuvor der Hund sich über das Baby stellte und es fixierte.

 

Die Situation war sehr ernst und meine Prognose leider nicht gut.

Wir fingen direkt an Regeln aufzustellen und einen konkreten Trainingsplan zu entwickeln. Aufgeben war für das Paar (noch) keine Option. Baby und Hund durften in der nächsten Zeit nicht zusammenkommen. Mit einem unguten Gefühl verließ ich das Paar.

 

Nach einer Woche kam ich zurück und wurde positiv überrascht. Der Vater hat sich an alle Abmachungen gehalten und fleißig trainiert. Er schlief während der Trainingsphase mit dem Hund im Wohnzimmer und die Frau mit dem Baby im Schlafzimmer.

 

Der Hund war nicht mehr wieder zu erkennen. Unter meiner Aufsicht führten wir Baby und Hund wieder zusammen, diesmal entspannt. Es gab klare Regeln, die dem Hund die nötige Ruhe gaben.

 

Der Hund näherte sich diesmal höflich dem Baby und nahm den Geruch auf. Beim Schreien fiel er nicht mehr in sein Jagdverhalten und war nun in allen Situationen kontrollierbar. Mir fiel ein riesiger Stein vom Herzen. Ich hätte diese extreme Verhaltensänderung in so kurzer Zeit nicht für möglich gehalten, aber die Halter sind über sich hinausgewachsen.

 

Meine Arbeit war getan und ich wünschte der kleinen Familie alles Gute. Sie waren erleichtert und überglücklich. Auch Monate später erreichten mich positive Nachrichten mit Fotos von entspanntem Baby & Hund.

Die Situation hätte allerdings auch ganz anders ausgehen können...


Je früher du anfängst mit deinem Hund zu trainieren und ihn auf die Veränderungen vorbereitest, desto einfacher wird für euch die Umstellung, wenn das Baby da ist.

 

Du ersparst dadurch dir und deinem Hund eine Menge Stress. Leider gibt es keine Garantie, dass es auch wirklich reibungslos funktionieren wird, aber so brauchst du dir später keine Vorwürfe machen, nicht genug getan zu haben.

 

Sollte ernsthafte Gefahr bestehen, stark anhaltender Stress oder Überforderung durch die Mehrbelastung muss über den „worst case“ nachgedacht werden.

 

Da ich solche Anfragen, auch kurzfristige Notfalltrainings, häufiger bekomme, habe ich mich dazu entschlossen ein Baby & Hund Programm zu erstellen und es hier nieder zu schreiben.

 

Dieses Programm enthält alle notwendigen Vorbereitungen vor Ankunft des Babys, mit Übungen für den Hund und eine Anleitung für die erste gemeinsame Zeit.

 

Natürlich sollte immer individuell geschaut werden, aber hier bekommst du einen Überblick und eine Anleitung zu vielen verschiedene Themen.

 

 

Mein Ziel für euch: Ein stressfreies und glückliches Zusammenleben.

In dem Buch erwarten dich:

- Selbsteinschätzung

- Mehrhundehaushalt

- Vorsichtsmaßnahmen überlegen

- 3 Empfehlungen zum sofort umsetzen

- Thema Auslastung

- Was ist für das Hundetraining wichtig?

- Ruhe & Schlaf

- Rituale & Grenzen

- Was bedeutet Führung?

- 10 Vorschläge für zu Hause

- Training bevor das Baby kommt

- Baby- Hund Zusammenführung

- Was tun, wenn ich meinem Hund nicht gerecht werde?

- Einflüsse von außen

- Welpe & Baby

- WORST CASE

- Kinder- Hund- Regeln